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Aus Deutschland stammt 4,53 % des Traffics auf Stackoverflow.com. Generiert wird er von ca. 823.000 Entwicklern. Doch wo leben diese Entwickler, mit welchen Technologien arbeiten Sie? Wie unterscheidet sich der deutsche Entwicklermarkt von anderen europäischen Ländern? Und wie gehen Unternehmen mit dem anhaltenden Mangel an Kandidaten um? In einem breit angelegten Report haben wir genau die Faktoren untersucht, die den deutschen Entwicklermarkt einzigartig, aber auch oftmals schwer zu begreifen machen.

Wo Megathemen wie Industrie 4.0, IT-Sicherheit und Cloud Computing nicht zu stoppen sind, ist die Nachfrage nach qualifizierten Entwicklern so hoch wie nie. Nahezu alle Unternehmen würden gerne zusätzliche Mitarbeiter einstellen, wissen jedoch nicht, wo sie diese finden sollen. Kann es also sein, dass sich die mehr als 823.000 von Stack Overflow erfassten Entwickler in Deutschland einfach zu gut verstecken? Nur 11 % (94.000) von ihnen arbeiten in Berlin. Im Vergleich zu den größten Städten anderer europäischer Länder ist das eine relativ geringe Konzentration – in London sind es mit 25 % mehr als doppelt so viele, in Paris sogar 36 %.

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Immer hin: auf 100 Beschäftigte kommen in Berlin ganze 5 Entwickler. Und während die nationale Arbeitskraft um 0,8 % zulegte, stiegen die Besucher von Stack Overflow um 12 %. Eine gute Bilanz – doch wo verstecken sich nun die IT-Talente, wenn nicht in Berlin? 

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Grundsätzlich gibt es in Deutschland mehr als nur einen konzentrierten IT-Hub. Außerhalb der Hauptstadt verteilen sich die Entwickler auf die Industrie- und Finanzmetropolen München (83.000 Entwickler), Frankfurt am Main (62.000), Stuttgart/Karlsruhe (58.000) und Hamburg (47.000) – den Großraum jeweils mitgezählt.

Innerhalb dieser Regionen liegt eine Gruppe zahlenmäßig weit vorn: die Webentwickler. Mit über 520.000 Arbeitskräften überholen sie alle anderen Entwicklertypen um ein mehr als Fünffaches. Im Speziellen zählen zu den häufigsten Profilen die Web-Entwickler (65,51 %), gefolgt von den Systemadministratoren (12,06%). Die Database-Administratoren landen auf Platz 3 (7,08% ), die Embedded-Entwickler auf Platz 4 (6,50 %). Platz 5 belegen die Desktop Entwickler mit 4,29%.

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Hinweis: Diese Zahlen beziehen sich auf den Anteil an der gesamten Entwicklerbevölkerung Deutschlands. In der Summe ergeben sie nicht 100 % da einige Entwickler in mehreren Kategorien gezählt wurden. Zum Beispiel Webentwickler und Backend-Webentwickler.

 

Positionen außerhalb der Webentwicklung verteilen sich in Deutschland recht gleichmäßig. Dies gilt vor allem für die Systemadministratoren (einschließlich spezieller Subdisziplinen wie Reliability Engineering (SRE) und DevOps).

Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen: In der Startup-Szene Berlins arbeitet eine überdurchschnittliche Anzahl von Entwicklern an mobilen Apps. Auch Frankfurts Medien- und Finanzunternehmen beschäftigen eine vergleichbar hohe Zahl mobiler Entwickler. In München und Stuttgart/Karlsruhe ist dafür die Konzentration von Embedded Entwicklern deutlich höher. Grund dafür sind vermutlich die ansässigen Unternehmen wie BMW, Porsche, ETAS, Siemens und EnBW, die die Digitalisierung der Automobil- und Energiebranche vorantreiben. In München erwartet uns hingegen eine überdurchschnittliche Anzahl von Machine-Learning-Spezialisten. Sie wird vom starken Angebot in Machine Learning & Data Science der Universität sowie von Firmen wie BMW und Siemens beeinflusst, die gezielt nach diesen Talenten suchen.

Doch welche Technologien liegen eigentlich bei den verschiedenen Entwicklertypen am weitesten vorn? Java und Python werden von deutschen Webentwicklern am meisten genutzt. Es gibt jedoch regionale Unterschiede: Entwickler in Berlin bevorzugen Python, Node.JS und Ruby-on-Rails – also beliebte Technologien für Start-ups, die ihre Anwendungen schnell implementieren und bearbeiten wollen. Wordpress – vorrangig von Medien- und Consulting-Agenturen verwendet, die Websites für kleine Geschäftskunden erstellen – wird in Berlin häufiger genutzt als zum Beispiel in Stuttgart. Microsofts .NET-Stack, beliebt bei Finanzdienstleistern und anderen multinationalen Unternehmen, spielt in Berlin kaum eine Rolle. Und Python wird häufig von Webentwicklern in München und im Raum Stuttgart/Karlsruhe eingesetzt. Grund dafür ist vermutlich sein fester Platz in der Datenwissenschaft sowie dem maschinellen Lernen.

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* Für die Auswertung haben wir 1.915 Unternehmensprofile auf Stack Overflow Talent analysiert. Größere Unternehmen erhalten keine höhere Gewichtung als kleine.


Für die Softwareentwicklung in deutschen Unternehmen gibt es – über alle Branchen hinweg – eine große Übereinstimmung: Java ist hier die dominierende Technologie. Dennoch gibt es einige Abweichungen: Die E-Commerce-Branche ist stark auf PHP angewiesen. Grund dafür ist vermutlich, dass der E-Commerce genau dann geboren wurde (1995-2005), als PHP die erste Sprache für schnelle, flexible Webentwicklung war. Mehr als 40 % der Automobilunternehmen nennen hingegen Python als bevorzugte Technologie – wahrscheinlich deshalb, weil sie stark im Machine Learning und der Datenwissenschaft ist. Für diese Bereiche wird Python sowohl von Branchenexperten, als auch von akademischen Forschern genutzt. Eine Bandbreite, die das Wachstum dieser Technologie zwischen September 2016 und September 2017 enorm beschleunigt hat: Mit mittlerweile mehr als 10 % aller Seitenaufrufe bei Stack Overflow hat sie Java als meistgesuchte Technologie überholt.

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Genauso die Programmiersprache R: Als am zweitschnellsten wachsende Technologie wird sie ebenfalls im Machine Learning und der Datenwissenschaft eingesetzt.

Node.js, eine 2009 entwickelte Back-End Web-Technologie basierend auf Javascript, ist ebenfalls auf dem Vormarsch. Und auch JavaScript Object Notation (JSON) – ein mit JavaScript und anderen Sprachen kompatibles Datenformat – wächst rasant und hat ältere Formate wie XML weitgehend verdrängt.


Screen Shot 2017-11-27 at 13.31.33.pngJetzt wo wir die wachstumsstärksten Spitzenreiter kennen, ist eine Frage noch viel interessanter: Mit welchen Technologien möchten Entwickler in Zukunft am liebsten arbeiten? In unserer jährlichen,weltweiten Studie haben wir 5.221 Entwickler aus Deutschland dazu befragt.Als die beliebteste Programmiersprache nannten 41,3 % JavaScript, 32,7 % Python und 31,4 % Java.

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Die beliebtesten Plattformen sind Linux Desktop (38,5 %), Windows Desktop (36,9 %) und Android (36,6 %).

 

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Zu den Favoriten für Datenbanken zählen MySQL mit 43,2 %, PostgreSQL mit 32,8 % und MongoDB mit 30,2 %.

 

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Beliebteste Frameworks, Bibliotheken und Tools sind Node.JS (46,7 %), AngularJS (39,2 %) und .NET CORE (33,0 %).



Als IT-Recruiter oder IT-Leitung könnten Sie nun sagen: Technologien hin oder her – wie bringe ich die besten Entwickler denn nun in mein Unternehmen? Aber unterschätzen Sie das technologische Equipment nicht. Danach gefragt, wie sie eine neue Stelle bewerten würden, nannten Entwickler die von den Unternehmen genutzten Technologien an dritter Stelle. 

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Im Kampf um Talente kann der Einsatz neuer Technologien also ein Wettbewerbsvorteil sein. Indem in Unternehmen Recruiter und Personalverantwortliche in der Entwicklerungsabteilung enger zusammenarbeiten, können Sie diesen Vorsprung nutzen, um genau die Talente anzuziehen, die Sie brauchen. Welche das sind? Auch hierzu kennt unser Report die passenden Fakten. In einer Umfrage unter IT-Recruitern und HR-Profis haben wir im Sommer 2017 die Arbeitgeberseite beleuchtet und über 200 Teilnehmer – vorrangig aus der Informationstechnologie und der Telekommunikationsbranche – gefragt, welche Skillsets sie am meisten suchen.

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Zu den Top 5 der meistgesuchten Kandidaten zählten die Full-Stack-Webentwickler Java mit 47,10 %, die Backend-Webentwickler kamen auf 43,87 %, Frontend-Webentwickler zählten 37,42 % und Webentwickler Full-Stack (31,61 %) wurden dicht gefolgt von Platz 5: Entwicklern für die Cloud mit 24,52 %.

Um Entwickler für sich zu gewinnen, sollten Sie genau wissen, was diese Talente von einem perfekten Arbeitsplatz erwarten. Eine der wichtigsten Anforderungen deutscher Entwickler ist dabei die Work-Life-Balance. Sie wollen, neben ihrer Arbeit, genug Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Die Anzahl der freien Tage und die erwartete Arbeitszeit nennen die meisten daher als wichtigste Benefits einer Anstellung. Auch die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten, ist für die Hälfte der Befragten attraktiv.

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Unterschiede gibt es hier jedoch zwischen den Junioren (weniger als 4 Jahre Erfahrung) und den „Senioren“ (20 oder mehr Jahre Erfahrung): Junior-Entwickler reizt die Möglichkeit einer vom Unternehmen gesponserten Weiterbildung. Sie wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber in ihr Knowhow und ihre Karriere investiert. Im Gegensatz zu den älteren Profis: Die sind in ihrer Karriere schon so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr so viel Ausbildung brauchen. Junior-Entwickler legen außerdem mehr Wert auf die Qualität der technischen Aussstattung, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Das beginnt mit der dem Tech-Stack, geht über den großen Bildschirm und endet bei der Lieblingsmaus. Senior-Entwickler interessiert hingegen eher ein eigenes Büro. Und auch bei der Verpflegung gehen die Meinungen auseinander: Nur 5 % der älteren Entwickler sind vom Arbeitgeber gezahlte Mahlzeiten wichtig. Bei den Einsteigern sind es 24 %.

Screen Shot 2017-11-27 at 13.56.29.pngWenn es um die Wünsche zukünftiger Mitarbeiter geht, machen die Unternehmen, die Employer Branding bei Stack Overflow Talent betreiben, schon vieles richtig: Die Mehrheit der Unternehmen wirbt für "flexible Arbeitszeiten". Die Anzahl der Urlaubstage, das flexible Pendeln (über die zentrale Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel oder die Option auf Home Office/Remote-Arbeit) sowie zahlreiche weitere Faktoren einer optimalen Work-Life-Balance sind die am häufigsten beworbenen Leistungen.

Auffällig ist jedoch: Für Mentoring-Programme, die gesponserte Teilnahme an Konferenzen oder andere Investitionen in die Ausbildung der Kandidaten werben die wenigsten Unternehmen. Aus Sicht der Entwickler besteht hier Nachholbedarf. Schließlich sind professionelle Schulungen ein unverzichtbarer Teil ihres Jobs, um sich gezielt weiterzubilden und technischen Trends selbstbewusst folgen zu können.

Eine Erkenntnis, die vor allem vor diesem Hintergrund Sinn ergibt: Auch wenn 77 % der Entwickler in Deutschland mindestens einen Bachelor haben und 30 % bis zum Master studiert haben, sind 32 % der Entwickler die formale Ausbildung „nicht sehr wichtig“ oder „überhaupt nicht wichtig“ für ihren beruflichen Erfolg. Kein Wunder, denn immerhin bezeichnen sich 93 % der Entwickler zumindest teilweise als Autodidakten, die ihre Fähigkeitenim Selbststudium erlernt haben – und bereit sind ihr Leben lang weiter zu lernen.

Doch was macht einen guten Entwickler nun wirklich aus? Wonach sollte man im Bewerbungsgespräch oder Lebenslauf Ausschau halten? In einer Umfrage haben wir die Entwicklersicht auf das IT-Recruiting abgefragt. Ein wesentliches Ergebnis war, dass es Entwicklern weniger wichtig ist, welche Uni jemand besucht hat oder wie sein bisheriger Jobtitel lautete. Vielmehr zählen gute Kommunikationsskills und die Fähigkeit, Projekte erfolgreich abzuschließen.

Screen Shot 2017-11-27 at 13.58.21.pngAntworten sind die Durchschnittswerte auf einer Skala von 0-4 mit 0 für „Gar nicht wichitg“ und 4 „Sehr wichtig“

 

Gute Insights – und ein Ansporn neben den Erkenntnissen aus unserem Report die „Weisheit“ Ihrer Entwicklungsabteilung stärker zu nutzen. Für viele Unternehmen ist ihr Feedback bereits fester Bestandteil des Einstellungsprozesses. Denn wer sonst sollte besser wissen, was sich die IT-Talente von morgen wirklich wünschen?

Stack Overflow Entwicklerreport 2017

 

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