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Mit Laura Koller, Lead Employer Branding bei PAYBACK, sprachen wir über die Notwendigkeit von Employer Branding im digitalisierten Unternehmen.

Erzählen Sie uns etwas zu Ihrem Werdegang und Ihrer Position bei PAYBACK.

Ich bin seit fast fünf Jahren bei PAYBACK. Am Anfang habe ich zunächst klassisches Hochschulmarketing, Messen und ein bisschen Social Media gemacht. Zu der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass wir viel mehr in Richtung Tech Recruiting und auch Tech Positionierung machen müssen. Vor allem auch, weil wir unser Produkt verändert haben. Es ist digitaler geworden – weg von der PAYBACK Karte hin zur PAYBACK App und zum Mobile Payment.

Dann habe ich vor ca. zwei Jahren die Möglichkeit bekommen, komplett ins Employer Branding einzusteigen, in eine Position, die ganz neu geschaffen wurde. Ich gehöre zwar weiterhin zu HR, sitze aber mittlerweile mit unseren Kommunikationskollegen aus der klassischen PR und dem Digital Evangelisten in einem Raum. Denn wir haben festgestellt, dass wir durch die räumliche Nähe einfach noch besser zusammenarbeiten und thematische Überschneidungen besser ausnutzen können. Aber gerade auch, weil es eine Schnittstellenfunktion ist, sitze ich viel bei den IT-Kollegen und bekomme so direkt mit, was sie antreibt und was sie brauchen.

 Laura Koller

 Laura Koller Lead Employer Branding bei PAYBACK

Wie sieht ein typischer Tag für Sie aus?

Einen typischen Tag gibt es nicht. Ich bin für die Social Media Kanäle zuständig und laufe deshalb ständig mit dem Handy in der Hand herum. Ich beobachte, was in Facebook, auf Twitter und Instagram passiert und poste zu relevanten Themen, wie unseren Meetups, Events, Aktionen und und und. Und ich nutze diverse Chatsysteme, um mit den unterschiedlichen Kollegen in Kontakt zu bleiben. Im Moment haben wir dafür auch ein Intranet, in Zukunft eine Mitarbeiter-App, mit der wir uns noch mehr austauschen wollen. Darüber hinaus bin ich immer so ein bisschen auf der Suche: Wo sind die Kollegen auf Konferenzen? Wo sprechen sie? Wo nehmen sie eventuell nur teil? Und ich muss vielen meiner Kollegen auch öfter mal „auf die Nerven gehen“ und sie bitten, ihre Aktivitäten auf Konferenzen in unseren Social Media Kanälen zu teilen. Dafür habe ich 2017 auch den Hashtag #ichmachblau und die gesamte Kampagne darum herum entwickelt. Das diente vor allem dazu, mehr über die Themen der Kollegen, über ihre Inhalte, Aufgaben und ihre gesamte Arbeit bei PAYBACK zu kommunizieren. Und ich bin gleichzeitig dazu da, um Kollegen bei internen Hackathons oder Meetups den Rücken frei zu halten. Damit sie sich wirklich auf den fachlichen Inhalt beschränken können kümmere ich mich um die gesamte Orga. Mit all diesen unterschiedlichen Aufgaben ist mein Tag ziemlich ausgefüllt. Und es ist definitiv kein Nine-to-five-Job, denn ich bin oft auch abends auf Veranstaltungen oder retweete die Aktivitäten meiner Kollegen und bin auch dann immer Ansprechpartner.

Was macht gutes Employer Branding aus?

Im Kern glaube ich, dass gutes Employer Branding immer von innen heraus gelebt werden muss, um nach außen glaubwürdig zu sein. Denn letztlich interessiert es nicht, was ich als HR-Mitarbeiterin sage. Vielmehr geht es darum, was die Kollegen aus den Fachabteilungen wirklich über ihren Beruf und ihre Arbeit erzählen. Um neue Mitarbeiter zu finden, ist es vor allem wichtig, ein ehrliches Bild nach draußen zu positionieren. Gutes Employer Branding gelingt einfach am besten über die Kollegen selbst, mit Infos aus dem Team oder mit inhaltlichen Themen. Und auf keinen Fall nur mit Hochglanz-Werbung via Social Media, davon halte ich nichts.

 

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 "PAYBACK bietet als Arbeitgeber natürlich unglaublich viele Wohlfühlfaktoren. Ob es das SPIELZIMMER ist, das Bällebad, das ESSZIMMER, die TURNHALLE, verschiedene Events oder unser Friday Get Together sind. Und natürlich die Meetups, bei denen Kollegen sich fachlich austauschen können."

 Laura Koller Lead Employer Branding bei PAYBACK

 

Bedeutete Ihre neue Rolle auch neue Learnings für die Zusammenarbeit?

Auf alle Fälle. Früher sind viele Kollegen auf Konferenzen gegangen und haben auch teilweise dort gesprochen, was oft jedoch nur ein kleiner Teil der anderen Kollegen überhaupt mitbekommen hat. In letzter Zeit besuchen Kollegen auch große Konferenzen, z. B. in den USA und das promoten wir dann auch entsprechend. Das war für alle Beteiligten ein Learning.

Muss man Entwickler auch zu ihrem Glück zwingen?

Die meisten Entwickler haben sehr viel zu erzählen und sind Experten auf ihrem Gebiet. Wenn man ihnen eine Bühne gibt und sie über ein Kernthema sprechen können, führt dies meist zu einer sehr positiven Erfahrung.

Ein Schlüsselmoment war mein erster Besuch bei einem Hackathon mit Kollegen. Vorher habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie so ein Messestand aussehen könnte und welche Give Aways wir verteilen könnten. Damals stellte ich schnell fest, dass ich die Kollegen zu spät eingebunden hatte. Letztlich kam es vor allem darauf an, den Kollegen dort eine Bühne zu geben und sie vor Ort zu unterstützen. Und dass mein Kollege Sascha spontan über Nacht bei diesem Hackathon mitgecoded hat, kam super an. Mein Learning daraus war, wirklich auf die Kollegen zu hören und im direkten Austausch mit jedem von ihnen zu erfahren, woran sie arbeiten und was sie bewegt.

Was sind die stärksten Maßnahmen für Ihr Employer Branding heute?

Meetups. Dabei meine ich nicht nur, hier die Räume zur Verfügung zu stellen und irgendwo unser Logo zu positionieren, sondern Inhalte von den Kollegen selbst erstellen zu lassen.

Wir laden auch gern Externe ein. Inzwischen muss ich gar nicht mehr fragen, sondern meine Kollegen zeigen hier Eigeninitiative. Sie kommen mit einem Kontakt auf mich zu und oft auch gleich mit einem Thema. Entsprechend gibt es inzwischen viel mehr Ideen – auch in unseren zahlreichen Barcamps, die vor allem dem internen Austausch dienen. Meetups sind unsere offiziellen, externen Veranstaltungen, bei denen intern auf extern trifft. Zusammen mit den Barcamps verschaffen wir den IT-Kollegen auf jeden Fall viel mehr Gehör als früher.

Welche Kanäle nutzen Sie dafür?

Der Kanal spielt eigentlich keine Rolle, denn es geht immer um die Inhalte und die Projekte an denen die Kollegen arbeiten.

Bestes Beispiel: Als wir die Mobile Payment Funktion live geschaltet und hier bei uns im Esszimmer getestet haben, stand der Entwickler hinter mir, der diese App programmiert hat und freute sich riesig. Das war auch für mich eine große Motivation. Denn ich sehe dann direkt, woran die Kollegen arbeiten, verstehe es und kann es dann auch nach außen vermitteln.

Darüber hinaus bietet PAYBACK als Arbeitgeber natürlich unglaublich viele Wohlfühlfaktoren. Ob es das Spielzimmer ist, das Bällebad, das Esszimmer, die Turnhalle, verschiedene Events oder unser Friday Get Together sind. Und natürlich die Meetups, bei denen Kollegen sich fachlich austauschen können, ihr Netzwerk pflegen und auch gegenseitig zu Sparringpartnern werden. Das alles trägt zum Wohlbefinden der Leute hier bei.

Wie organisieren Sie die Präsenz bei Konferenzen intern?

Dafür nutzen wir zwei Wege: Zum einen ein Wiki, in das die Kollegen eintragen, zu welchen Konferenzen sie gehen wollen oder werden. Zum anderen wissen die Kollegen inzwischen auch, dass sie mit vielen Themen zu mir kommen können. Ich bin auch im engen Austausch mit den Abteilungsleitern, um die Themen und die Präsenz auf Konferenzen nochmal auf verschiedenen Ebenen zu positionieren. Denn das hat nicht nur eine inhaltliche Komponente, sondern es fördert auch den Netzwerkgedanken, denn bei diesen Gelegenheiten kann der Mitarbeiter erzählen, wie es ist, bei uns zu arbeiten. Auch deshalb sind Konferenzen für uns so wichtig.

Ziehen denn in Sachen Recruiting alle an einem Strang?

Inzwischen sind wir eine große Gruppe zusammen mit den Kollegen aus dem Fachbereich, die sagen: „Ich möchte helfen und ich nehme mir auch die Zeit.“ Und ich kämpfe auch für die Zeit, die für andere Projekte dann vielleicht nicht zur Verfügung steht. Zum Glück ist es gar kein so großes Problem, Leute zu finden, die uns im Recruiting unterstützen. Uns ist inzwischen klar geworden, dass Recruiting ein gemeinschaftlicher Ansatz sein muss. Wir hören den Kollegen zu, haben ein offenes Ohr für Kritik und den Austausch, um beispielsweise auch zu erfahren, wo es gerade „hakt“.

Wie bilden Sie sich selbst fort, in einem Bereich, der vielerorts zum ersten Mal besetzt wird?

Ich gehe ziemlich häufig zu Konferenzen, die aber weniger wirkliche HR-Konferenzen sind. Das kann mal ein HR-Barcamp sein oder ein Austauschtreffen. Aber auch eine Bits and Pretzels oder die DAHO.AM hier bei uns in München. Hin und wieder halte ich auch selber Vorträge und erzähle über Employer Branding bei PAYBACK. Zudem bin ich bei den DMW, den Digital Media Women, im Netzwerk aktiv. Genauso wie bei Panda, das sind weibliche Führungskräfte mit ausgeprägtem Netzwerkgedanken. Deren verschiedene Veranstaltungen und After Work Formate schätze ich sehr. Zudem habe ich in München zusammen mit Sixt einen Employer Branding Circle gegründet, in dem wir uns unregelmäßig mit 10-15 Leuten treffen und austauschen. So nutze ich einen gesunden Mix aus verschiedenen Branchenevents, hauptsächlich in München, Köln und Berlin.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich möchte noch mehr Kollegen dazu begeistern, sich in den unterschiedlichen Kanälen zu engagieren. Mich selbst begeistert immer sehr auf Veranstaltungen wie Bits and Pretzels oder auch bei der re:publica, was da wirklich passiert und was sich per Twitter verfolgen lässt. Bei Meetups genauso. Wie da der Austausch funktioniert, das Netzwerk, das ist großartig. Viele kennen sich einfach nur über Twitter und sind sich noch nie persönlich begegnet.

Ich möchte auf jeden Fall die Netzwerkarbeit weiter verstärken. Ich halte es für unentbehrlich, viel intern zu kommunizieren und das, was drinnen passiert, nach draußen zu kommunizieren. So lassen sich die Leute motivieren und mitnehmen und jeder von uns wird selbst ein bisschen zum Markenbotschafter.

Was mögen Sie am liebsten an Ihrem Job?

Das Abwechslungsreiche. Ich darf mich jeden Tag mit neuen Themen, Gesichtern, Inhalten und teilweise auch neuen Kanäle, Wegen und Tools beschäftigen. Zudem habe ich hier viele Experten, die mir Sachverhalte erklären und sich die Zeit nehmen, damit ich verstehe, woran sie arbeiten. Es macht mir am meisten Spaß, dass ich unterstützen kann und wie ich selbst unterstützt werde. Das ist ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen und das finde ich großartig.


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