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Westwing wurde 2011 gegründet und ist eines der führenden Home & Living eCommerce-Unternehmen in Europa mit Sitz in München.

Wir sprachen mit Andreas Wixler, Head of Software Development Consumer Products, und Miriam Rabung, HR Business Partner, über Unternehmenskultur, Employer Branding und warum sie sich keine Sorgen machen, in Talente zu investieren, die das Unternehmen eines Tages verlassen könnten.

Wie heben Sie sich von anderen attraktiven Arbeitgebern in der IT ab?

Wixler: Unser größter Vorteil ist, dass wir im Kern ein Technologieunternehmen sind. Alle unsere Abteilungsleiter im Bereich Technik haben den Karriereweg eines Entwicklers hinter sich - sogar unser CTO Adam. Das bedeutet, dass das Management selbst weiß, wovon es spricht und super involviert ist. Technologie wird für uns immer an erster Stelle stehen. Es ist uns wichtig, neue Technologien einzuführen und unserem Team die Möglichkeit zu geben, neue Dinge auszuprobieren, ohne Angst vor dem Scheitern zu haben.

Rabung: Ich denke, ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist unsere einzigartige Unternehmenskultur. Westwing bietet die Möglichkeit, in einem schnellen und flexiblen Umfeld zu arbeiten, in dem jeder Einzelne zur Entwicklung des Unternehmens beitragen kann. Neue Ansätze werden unterstützt und neue Ideen werden immer geschätzt. Außerdem ist Westwing bekannt für einen großartigen Teamgeist und es ist immer schön zu sehen, wie Kollegen mit der Zeit Freunde werden. Es liegt an uns als Führungskräften, den Raum zu schaffen, in dem sich die Kollegen bei Mittagessen, regelmäßigen Teamevents und Meetups oder bei unseren legendären Westwing-Partys auf persönlicher Ebene kennenlernen können.

Was sind die größten Herausforderungen für eine Entwicklungsabteilung, wenn ein Unternehmen wächst?

Wixler: Ich denke, viele Unternehmen machen sich Sorgen um Dinge wie ihre Mitarbeiterretention. Ich denke, der bessere Ansatz ist, im guten Kontakt auseinander zu gehen. Wenn wir in die Entwicklung eines Entwicklers investiert haben und ihn mit schönen Erinnerungen an diese Zeit in die Welt schicken, kann das für uns nur von Vorteil sein. Wir haben gesehen, wie einige Leute in unser Unternehmen zurückgekehrt sind, nachdem sie neue Jobs angenommen haben. Andere werden ihren Weg fortsetzen. Eines Tages werden sie zu einem international anerkannten Talent. Und wir tauchen in ihrem Lebenslauf als ehemaliger Arbeitgeber auf, wie könnte das nicht von Vorteil für uns sein?

"Wenn wir in die Entwicklung eines Entwicklers investiert haben und ihn mit schönen Erinnerungen an diese Zeit in die Welt schicken, kann das für uns nur von Vorteil sein." Andreas Wixler, Leiter der Softwareentwicklung Consumer Products

Außerdem ist es uns sehr wichtig, dass die Karrierewege nicht in Stein gemeißelt sind - Interessen und Prioritäten ändern sich, man muss neue Dinge ausprobieren und sich selbst herausfordern können. Wenn jemand etwas Neues lernen möchte oder sich lieber auf eine andere Technologie konzentrieren möchte, sind wir offen dafür, ihn in eine neue Rolle in ein anderes Team zu bringen, anstatt ihn an ein anderes Unternehmen zu verlieren.

Wie pflegt man eine solche Unternehmenskultur?

Wixler: Kultur ist etwas, das man ständig mit gutem Beispiel vorleben muss. Gelegentlich fällt es einigen Führungskräften leicht, aber in den meisten Fällen ist es unglaublich schwierig. Das Recruiting von Teams, die gut zusammenarbeiten, hat immer zwei Seiten. Für Kandidaten denke ich, dass es der Schlüssel ist, sich bei der Auswahl der neuen Kollegen Zeit zu nehmen. Auf Arbeitgeberseite müssen wir sicherstellen, dass die richtigen Personen direkt aus den Abteilungen die Interviews führen. Es ist nur fair für beide Seiten. Wir können sehen, ob der Kandidat über die entsprechende Erfahrung verfügt, und er oder sie  hat jemanden, der ausreichend beteiligt ist, um alle seine oder ihre spezifischen Fragen zum Arbeitsalltag hier zu beantworten.

Rabung: Wir glauben, dass wir, um großartige Ergebnisse zu erzielen, ein großartiges Team aufbauen müssen. Und ein tolles Team besteht aus tollen Leuten. Deshalb nehmen wir das Recruiting sehr ernst. Wir wissen, dass starke technische Kompetenz wichtig ist, aber wir konzentrieren uns nicht nur darauf. Noch wichtiger in unserer täglichen Arbeit sind die sogenannten Soft-Skills, um ein Team aufzubauen, in dem es jeden Tag Spaß macht zu arbeiten. Deshalb haben wir hart daran gearbeitet, Rollen nicht immer sofort besetzen zu müssen, sodass wir uns die Zeit nehmen können, den perfekten Kandidaten oder die perfekte Kandidatin zu finden.

 

Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Team durch inspirierende Manager und Führungskräfte unterstützt wird?

Rabung: Wir stellen sicher, dass der Karriereweg jedes Entwicklers und jeder Entwicklerin innerhalb des Unternehmens klar ist. Das bedeutet auch, dass wir ein gutes Gefühl dafür haben, wer bereit sein könnte, eines Tages Führungsverantwortung zu übernehmen. Wir rekrutieren immer intern für Tech Lead Positionen, bevor wir unsere Suche nach außen richten. Aber wir wollen vermeiden, zu viel Druck auf jemanden auszuüben. Niemand soll das Gefühl haben eine Managerrolle nun annehmen zu müssen, obwohl er oder sie in einer Entwicklerrolle vielleicht glücklicher gewesen wäre. Deshalb bieten wir für alle, die an einer Tech Lead Rolle interessiert sind, Schulungen an, ohne dass sie im Vorfeld eine Entscheidung treffen müssen. Dies gibt beiden Seiten die Möglichkeit, das Für und Wider abzuwägen. Management ist nicht für jeden das Richtige.

Inwieweit spielt das Stichwort "Vielfalt" bei der Besetzung von offenen Stellen bei Westwing eine Rolle?

Rabung: Bei Westwing wächst Vielfalt ganz natürlich - man kann sie nicht erzwingen, sie muss sich von selbst entwickeln. Wir sind stolz darauf, in einem vielfältigen und internationalen Umfeld zu arbeiten. Tatsächlich kommt unser Technik-Team aus mehr als 40 verschiedenen Ländern. Es ist ein großes Plus für uns, da wir ein internationales Unternehmen sind und Englisch als Geschäftssprache haben. Das bedeutet, dass wir großartige Entwickler einstellen können - egal woher sie kommen. Das Gleiche gilt für Männer und Frauen im Team - wir stellen die besten Ingenieure ein, unabhängig ihres Geschlechts.

"90 % unserer Kunden sind Frauen. Es wäre unmöglich dieses Produkt ohne eine große Anzahl von weiblichen Tech-Mitarbeitern zu entwickeln." Andreas Wixler, Leiter der Softwareentwicklung Consumer Products

Wixler: Genau! Etwa 90 % unserer Kunden sind Frauen. Es wäre unmöglich dieses Produkt ohne eine große Anzahl von weiblichen Tech-Mitarbeitern zu entwickeln. Westwing beschäftigt derzeit 32 weibliche Mitarbeiter im Bereich Technik (20 %) und wir versuchen, diese Zahl zu erhöhen. Das ist nichts, was wir uns als konkretes Ziel gesetzt haben, aber es ist etwas, dem sich das ganze Team verschrieben hat.

Aber woher wissen Ihre Entwickler, woran andere Teams arbeiten?

 Wixler: Alles, woran wir arbeiten, ist offen und transparent im gesamten Unternehmen. Für uns bedeutet das, dass kein Team alleine jemals die Codehoheit über ein Feature hat. In einem Monat könnte ein Team an einem bestimmten Aspekt einer Application arbeiten. Im folgenden Monat konnte eine ganz andere Gruppe die Leitung übernehmen.

Rabung: Darüber hinaus machen wir diesen Wissensaustausch zur Unternehmensphilosophie. Einmal im Monat findet ein All Hands-Meeting statt, bei dem alle Technologie-Mitarbeiter erfahren können, woran die einzelnen Teams gerade arbeiten. Wir bieten auch sogenannte Friday Talks an, bei denen Mitarbeiter ihre aktuellen Herausforderungen präsentieren. Transparenz ist der Schlüssel - Leistungen werden anerkannt, Erfolge gefeiert, aber auch Misserfolge werden offen diskutiert.

"Transparenz ist der Schlüssel - Leistungen werden anerkannt, Erfolge gefeiert, aber auch Misserfolge werden offen diskutiert." Miriam Rabung, HR Business Partner

Wixler: Außerdem können wir jeden Mitarbeiter individuell beraten, da wir jedem einzelnen Mitarbeiter in Tech sehr nahe sind - hier ist der Austausch von HR und Tech Management unglaublich wichtig. So können wir unsere Entwickler über interessante Projekte oder neue Technologien und Tools, die wir einsetzen, informieren.

Könnten Sie ein Beispiel für eine neue Technologie nennen, mit der Sie arbeiten?

Wixler: Ein Beispiel ist unser Pilotprojekt in Augmented Reality. Viele Leute reden darüber, aber wir setzen es in die Tat um.

Rabung: Unsere Kunden beklagen, dass die Überprüfung der Abmessungen beim Online-Kauf besonders schwierig ist. Unsere Produkte sind sperrig und wir wollen natürlich die Anzahl der Rückgaben reduzieren. Deshalb erkunden wir die Möglichkeiten von AR.

Wixler: Wir sind uns bewusst, dass unsere Zielgruppe nicht jeden Tag Computerspiele spielt - das ist also eine große Herausforderung für uns. Wenn wir sie an AR heranführen können, haben wir gewonnen. ARKit 2.0 ist ein extrem guter Technologie-Stack und wir haben bereits 500 Modelle in unserer iOS-App verfügbar.

Rabung: Das AR-Projekt ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass wir bei Westwing einfach ausprobieren und neue Ideen umsetzen, auch wenn das bedeutet, manchmal ein Risiko einzugehen - nur wer wagt, gewinnt. Erst gestern haben wir ein iOS Meetup veranstaltet und die teilnehmenden Entwickler waren begeistert zu hören, dass wir bereits mit dieser Technologie arbeiten. Wir wollen uns unseren Pioniergeist bewahren.

 Zum Interview auf Englisch >>

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